Was ihr gelernt und empfangen und gehört und gesehen habt an mir, das tut; so wird der Gott des Friedens mit euch sein.
Philipper 4,9

Tag 7

 

An Josef, der einst von seinen Brüdern in die Sklaverei verkauft und von Gott eingesetzt wurde, um sein Volk in der Hungersnot zu versorgen, sehen wir, wie ein friedvolles Verhalten zu einer Kultur des Friedens heranreift. Von Kultur sprechen wir, wenn ein Verhalten nachhaltig und prägend etabliert ist. So ermutigt Paulus die Christen in Philippi dazu, eine neue Kultur zu etablieren, indem sie das Neue, das sie gelernt haben, nun kontinuierlich praktizieren.

Die Haltung von Josef hat sich im Haus des Potifars, im Gefängnis und in der unmittelbaren Zusammenarbeit mit dem Pharao fast 20 Jahre entwickelt und bewähren müssen. Umso ergreifender ist seine Reaktion in dem Moment, als er sich seinen Brüdern zu erkennen gibt. Und beeindruckend ist auch, wenn Josef seinen Brüdern für den Rückweg auferlegt: „Zankt nicht auf dem Wege!“ Er kennt seine Brüder und doch handelt er nicht verbittert, sondern vergibt von Herzen und handelt versöhnt.

Was prägt unser Handeln durch und durch? Welche Kultur wird sichtbar, wenn wir an einem wunden Punkt berührt werden und wenn uns eine Situation so nahe geht, dass wir die Tränen nicht mehr zurückhalten können? Von Joseph lesen wir, „…dass er ein Mann wurde, dem alles glückte. Und sein Herr sah, dass der Herr mit ihm war; und alles, was er tat, ließ der Herr in seiner Hand glücken“ (1. Mose 39,2). Dieses kleine Wörtchen „wurde“ offenbart einen tiefgehenden Prozess und zeigt, wie Josef durch viele Lektionen, Phasen und Prozesse zu einem Mann des Friedens wurde – er, der einst seine Brüder provozierend und herablassend behandelte.

Die Zusage Gottes, dass Er mit uns ist, wird sichtbare Auswirkungen haben. Menschen erkennen, dass Gottes Gunst auf unserem Leben liegt und dass der Gott des Friedens mit uns ist.

Coaching-Fragen:
Kannst du dir vorstellen, dass andere Menschen an dir erkennen und lernen können, wie sie Friedensstifter sein können? Wie fühlt es sich für dich an, wenn du mit Paulus sagst: „… was ihr an mir gesehen habt, das tut“? Gibt es Menschen, mit denen du gemeinsam diesen Leseplan in einer Gruppe bearbeiten könntest? So würdest du sie bei ihrem nächsten Schritt, in der Berufung Frieden zu verbreiten, unterstützten.

Gebet: „Himmlischer Vater, danke, dass Du mich lehrst und ich lernen darf, zu dem Menschen zu werden, den Du im Sinn hattest, als Du mich erschaffen hast. Wie Josef möchte ich zu einem Menschen werden, der zu Deiner Ehre lebt. An meinem Leben sollen Menschen erkennen, wie Du Frieden liebst und friedfertiges Handeln segnest. Lass in meinem Leben die Frucht des Geistes reifen und Frieden wachsen, durch den Dein Wesen sichtbar wird und andere Menschen gesegnet werden. AMEN“

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