Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Matthäus 5,9 

Tag 4

 

Die Verheißung Gottes wird wirksam, wenn wir unsere Verantwortung annehmen. Selig – im Griechischen mit dem Wort „makarios“ beschrieben – ist weit mehr als glücklich. Gesegnet in einer umfassenden Form, die das Glücklichsein beinhaltet, wird durch diesen Begriff ausgedrückt. Glück und Segen wird also jenen verheißen, die Frieden stiften. Das ist nicht immer einfach. Ich erinnere mich an einen Sonntag, als ein verantwortlicher Leiter und Moderator des Gottesdienstes mit einem „Veilchen“ – einem geschwollenen und blau unterlaufenen Auge – auf der Bühne stand und berichtete, dass er einen Streit habe schlichten wollen.

Vielleicht hat er die falsche Methode gewählt und seine eigene Kraft und Autorität überschätzt. Doch auch wenn es unterschiedliche Wege gibt, um sich für Frieden einzusetzen, braucht es immer Mut und die Bereitschaft, ein Opfer zu bringen. Wer sich für echten Frieden einsetzt, muss Position beziehen und kann sich nicht feige im Hintergrund halten.

Gebet, Gottes Handeln an uns, Seine Verheißung und Sein Reden haben zur Folge, dass wir als Botschafter des Friedens ausgerüstet und ausgesandt werden. Die Aussage Jesu ist nicht ein Geheimtipp und optional, sondern umkehrbar. Friedensstifter werden Kinder Gottes heißen und Kinder Gottes werden Friedensstifter sein. Diesen Maßstab wird Jesus an unser Leben anlegen und diesem Anspruch sollen wir entsprechen. Dabei ist es nicht unsere Kraft, die uns zu Helden und außergewöhnlichen Menschen macht, sondern Seine Bevollmächtigung, Sein Geist, der die Frucht des Friedens wirkt, und Seine Verheißung, dass wir Gesegnete und damit auch Gesalbte Gottes sind.

Coaching-Fragen:
Wie fühlst du dich, wenn du in einen Konflikt gerätst? Meidest du Konflikte oder liebst du die Auseinandersetzung? Wie ist es dir oder einer Person, die du dabei erlebt hast, gelungen, Frieden zu stiften?

Gebet: „Jesus, Du bist der Friedensfürst. Du hast als Mensch Konflikte nicht gescheut und doch eine Segensspur des Friedens hinterlassen. Danke für Deine Zusage, dass ich gesegnet bin, dass Du mit mir bist, wenn ich mich von Dir gebrauchen lasse, um Frieden zu stiften. Ich bin auf Deine Kraft und Hilfe angewiesen. In meiner menschlichen Natur liegt ein großes Risiko, zu streiten, darum bitte ich Dich um Deine Salbung und um Deinen Segen. Danke! AMEN“