Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
– 1. Korinther 13,13 

7. Glaube – Hoffnung – Liebe

 

Wir können kontinuierlich himmlisch leben. Nur weil wir hier auf der Erde leben, bedeutet dies nicht, dass wir nur ab und zu den Geschmack des Himmels kosten können. Wie ein brillanter Koch in der Lage ist, mit allen ihm zur Verfügung stehenden Zutaten etwas Leckeres zuzubereiten, so empfangen wir eine Bevollmächtigung und entwickeln eine Befähigung, die uns umgebenden Zustände mit dem Wesen des Himmels himmlisch zu durchdringen.

Wir können himmlisch leben und unser Leben ganz an der Kultur des Himmels ausrichten. Das Maß, in dem wir quasi den Himmel auf Erden erleben, hängt dagegen nicht nur von uns ab. So lesen wir zum Beispiel: „Ist’s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden“ (Römer 12,18). Es ist richtig, dass wir nicht alles in der Hand haben, doch wir sollten nicht leichtfertig ein subjektives Fazit ziehen: „An mir liegt es nicht – ich wollte ja Frieden halten.“ Um objektiv prüfen zu können, wie es um unsere Möglichkeiten bestellt ist, finden wir in 1. Korinther 13 eine Orientierung, von der Paulus sagt, dass dies der für die Praxis beste Weg sei: der Weg der Liebe. Gott schenkt uns eine Fülle an übernatürlichen Begabungen und Befähigungen, um unser Leben als Himmelsbürger auf dieser Erde himmlisch gestalten zu können. Doch Paulus redet davon, dass vieles Stückwerk ist, Wissen und Erkenntnis bleiben Stückwerk, genauso wie Prophetisches. Bei allem, was uns in begrenzter Form zur Verfügung steht, können drei Werte uns immer in die richtige Richtung leiten: So lesen wir: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen“ (1. Korinther 13,13).

Glaube – Hoffnung – Liebe

David Bosch hat dazu Folgendes formuliert:

„Die Kirche schuldet der Welt Glauben. In ihrer Mission ruft sie Menschen zum Glauben an Christus, „damit die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist“ (2. Korinther 5,15).

Die Kirche schuldet der Welt Hoffnung – sowohl für diese als auch für die ultimative, neue Welt. Weil die Kirche weiß, dass sie ein beauftragter Zeuge der kommenden neuen Ordnung ist, muss sie bereits jetzt Zeichen des Reiches Gottes aufrichten.

Die Kirche schuldet der Welt Liebe. Die Liebe, die sie erfahren hat, muss an andere weitergegeben werden. Die Liebe Christi konstituiert das Modell und den Maßstab für die Liebe der Kirche für die Welt.“

Gebet: „Danke, himmlischer Vater, dass Du Deine Liebe ausgegossen hast in mein Herz. Du hast uns Glauben, Hoffnung und Liebe geschenkt und durch Deinen Geist dürfen wir täglich aus dem Glauben leben, in Hoffnung handeln und Liebe üben. Du bist meine Quelle und ich bitte Dich für diesen Tag und für den Prozess, in dem ich mich derzeit befinde, um Deine Kraft, dass Glaube, Hoffnung und Liebe in meinem Leben wachsen und zunehmen und die Kraft des Himmels sich in meinem Leben entfaltet. AMEN“

Zur Vertiefung: Praktische Tipps, wie du „himmlisch“ leben und dein Umfeld mit Gottes Liebe durchdringen kannst, findest du im „Leitfaden für Alltagsveränderer“ vom Missionswerk Karlsruhe. Hier kostenlos downloaden