… mit Ruhm und Ehre hast Du ihn (den Menschen) gekrönt.
– Psalm 8,6

2.  Du bist mit Herrlichkeit gekrönt

 

Johannes lässt uns in der Offenbarung immer wieder einen Blick in den Himmel werfen. Er zeigt uns nicht nur die himmlische Atmosphäre und stellt fest, dass dort jede Träne abgewischt werden wird, kein Leid, kein Schmerz und kein Geschrei existieren. Er schreibt auch, dass uns eine Krone erwartet, wir auf Thronen sitzen und herrschen werden. Darüber sprechen auch Petrus und Paulus und das Bild der Krone gebraucht sogar schon David, wenn er in Psalm 103,4 textet: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat: Der dir alle deine Sünde vergibt, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit, der deinen Mund fröhlich macht und du wieder jung wirst wie ein Adler.“  Klingt das nicht wie ein Vorgeschmack auf den Himmel?

Vor einigen Jahren waren wir auf der Burg Trifels. Diese Burg hatte im Hochmittelalter den Status einer Reichsburg und war nicht nur der Ort, an dem der englische König Richard Löwenherz gefangen gehalten wurde, sondern dort wurden auch die Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches verwahrt. Unser Pflegesohn, damals ungefähr fünf Jahre alt, hat sich mit großer Freude auf den dort ausgestellten Thron gesetzt, die symbolisch ausgelegte Krone sowie das Zepter ergriffen und sich fotografieren lassen. Vor Kurzem hat er das Foto angesehen und gefragt: „Können wir mal wieder auf diese Burg gehen?“

Manchmal tut es gut, sich vor Augen zu führen, dass Gott uns hier und heute schon mit Seiner Herrlichkeit krönt. Dabei handelt es sich nicht um ein Plagiat wie auf der Burg Trifels. Vielmehr ist es Gottes Absicht, dass wir unsere Autorität erkennen, die durch Ihn übertragene Vollmacht ergreifen und in Seinem Sinne einsetzen. Paulus schreibt den Korinthern: „Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und Seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist“ (1. Korinther 15,10).

Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Welch ein wunderbares Bekenntnis! Es ist Gottes Handeln, dass wir mit Herrlichkeit gekrönt, erfüllt und beschenkt sind. Doch nun liegt es an uns, aufgrund dieser empfangenen Gunst das Wertvolle, Schöne, Herrliche auch wirklich zu schätzen und zu nutzen. Jesus hat im Gleichnis vom verlorenen Sohn auch das problematische Verhalten des älteren Sohnes angesprochen. Dieser hat seinen Stand und seine Möglichkeiten nicht wahrgenommen. Du bist auserwählt und zählst zu einer königlichen Priesterschaft, berufen, die Eigenschaften Gottes schon hier auf der Erde durch einen himmlischen Lebensstil zu repräsentieren. Nimmst du deinen Stand ein?

Gebet: „Ich danke Dir, mein Gott, dass Du mich so wunderbar geschaffen und so herrliche Absichten mit meinem Leben im Sinn hast. Danke für Deine Gunst, Deine Gnade und Barmherzigkeit! Ich danke Dir, dass Du mich mit Herrlichkeit krönst und mein Leben Deine Herrlichkeit widerspiegeln darf. Ich möchte ergreifen, was Du mir anvertraust und damit zu Deiner Ehre leben. Du bist mein König und Deine Größe, Großzügigkeit und Freundlichkeit sollen durch mein Leben scheinen. AMEN“