„Und als sie anfingen mit Danken und Loben, ließ der Herr einen Hinterhalt kommen über die Ammoniter und Moabiter und die vom Gebirge Seir, die gegen Juda ausgezogen waren, und sie wurden geschlagen.“2. Chronik 20,22

6. Lob & Dank

Im Buch der Chronik lesen wir eine interessante Geschichte. König Joschafat und sein Volk standen vor einem Kampf. Die Feinde waren überlegen und übermächtig und die Israeliten hatten riesige Angst, was auf sie zukommen würde. Auch wir stehen manchmal vor einem scheinbar „übermächtigen“ Feind und wissen nicht mehr weiter. Angst beschleicht uns und Fragen treiben uns um: „Was soll werden? Wie wird es ausgehen?“ Dieser Feind kann viele Gesichter haben: Krankheit, Beziehungskrisen, finanzielle Schwierigkeiten und vieles andere, was uns bedrückt.

In 2. Chronik 20,22 lesen wir: „Und als sie anfingen mit Danken und Loben, ließ der Herr einen Hinterhalt kommen über die Ammoniter und Moabiter und die vom Gebirge Seir, die gegen Juda ausgezogen waren, und sie wurden geschlagen.“ Das Loben und Danken haben Gottes Hilfe in Bewegung gesetzt. Plötzlich hat Gott eingegriffen und alles war geregelt. Was dann weiter geschah, hat mich total begeistert: Sie mussten nur noch die Beute einsammeln und verteilen, ohne dass sie irgendetwas getan hatten – außer zu loben und zu danken! Ist das nicht großartig? Was hat das doch für eine Kraft!

Weiter heißt es in 2. Chronik 20,25: „Und Joschafat kam mit seinem Volk, die Beute auszuteilen, und sie fanden Vieh in Menge und Güter und Kleider und kostbare Geräte und nahmen sich so viel weg, dass es kaum zu tragen war, und teilten drei Tage die Beute aus; denn es war viel.“ Das war nicht nur ein bisschen, das war unbeschreiblich viel. Überdimensional!

Gott gibt mit vollen Händen. Das hat wirklich mein Herz bewegt und ich möchte Loben und Danken ganz neu für mich entdecken. Bist du dabei? Danken für Gottes Eingreifen, für Seine Größe, Seine Hilfe, dass Ihm nichts zu groß und nichts zu klein ist. Ihn loben für Seine Allmacht, Seine Grenzenlosigkeit und nicht zuletzt dafür, dass Er uns so sehr liebt, dass Er Seinen Sohn auf die Welt gesandt hat. Ich wünsche dir, dass Lob und Dank deinen Alltag bestimmen, auch über diese Gebetsreise hinaus. Übrigens: Auch dafür kannst du dir die Bibel zur Hilfe nehmen.

Gebet: „Ich danke Dir, Herr, und rufe Deinen Namen an. Ich erzähle meinen Nachbarn, was Du für mich getan hast. Ich singe für Dich und rede von Deinen Wundern. Ich rühme Deinen heiligen Namen und mein Herz freut sich, denn ich darf nah bei Dir sein. AMEN“ (nach Psalm 105)