Die menschliche Selbstsucht kämpft gegen den Geist Gottes und der Geist Gottes gegen die menschliche Selbstsucht: Die beiden liegen im Streit miteinander, sodass ihr von euch aus das Gute nicht tun könnt, das ihr doch eigentlich wollt.
Galater 5,17

2. Freiheit, das Gute zu tun

 

Vor einiger Zeit machten wir ein Experiment in der Familie. Ein Tag, ohne etwas Negatives zu sagen oder über den anderen zu denken, würde mit einem Smiley gekrönt werden. Uns ist schnell aufgefallen: Selbst wenn man ganz bewusst darauf achtet und sich konkret entscheidet, ist es gar nicht einfach, um nicht zu sagen fast unmöglich, Negatives völlig zu verbannen.

Wie oft stellen wir fest, dass es uns nicht gelingt, das Gute, das wir tun wollen, umzusetzen. Auch die vielen gescheiterten Neujahrsvorsätze zeigen uns, dass es nicht ausreicht, sich etwas Gutes vorzunehmen.

Paulus zeigt den Galatern auf, dass ein Kampf stattfindet. Die menschliche Selbstsucht kämpft gegen den Geist Gottes und damit gegen das Gute. Zu wissen, dass wir nicht einfach zu schwach sind, sondern dass dem Scheitern ein Streit zugrunde liegt und wir einen konkreten Gegner zu bewältigen haben, ist ein wichtiger Schritt, um siegreich zu sein. Als Kind Gottes hast du Anrecht auf die Hilfe des Heiligen Geistes, der dir die Freiheit erwirbt, das Gute zu tun. Danke Gott bewusst dafür.

Gebet: „Danke, himmlischer Vater, dass du mir hilfst, Negatives zu überwinden, und mich freisetzt und befähigst, heute das Gute zu tun. AMEN“